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Meine Zeit in Afrika
 

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Hier bleiben wir nicht..

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Dienstag, 15.09.2015
So, in den letzten 3 Wochen ist eine Menge passiert.
Ich hab bisher immer versucht mehr die positiven, als die negativen Dinge aufzuschreiben, allerdings kann man sich das hier wirklich nicht mehr schön reden. Wir wohnen in der puren Häßlichkeit! Es ist immer laut, stinkig, dreckig und man hat keinen Ort, an den man sich mal zurückziehen könnte. Nicht mal auf der Toilette hat man etwas Privatsphäre, weil die Klotür mittlerweile komplett im Arsch ist und sich gar nicht mehr schließen lässt. Wir hatten letztens 4 Tage kein Wasser und nach so vielen Tagen ohne Dusche ist meine Ekelgrenze dann auch endgültig überschritten. Die Leute werden einfach nicht freundlicher und mit meiner Atmung wird’s auch nicht besser. Heißt: Wir wollen und müssen hier weg und das am Besten so schnell, wie möglich.
Damit Katharinas Geburtstag kein totaler Reinfall wird, haben wir dann vom 08.-11. September Kurzurlaub bei DIGUNA Nairobi gemacht, was definitiv unsere besten 4 Tage hier bisher waren. Diguna ist zwar in der Nähe von Nairobi, aber direkt am Nairobi Nationalpark und es ist einfach nur unfassbar schön dort – komplettes Gegenteil zu Jamhuri, wo wir wohnen! Wir waren im Giraffenpark, in dem unglaublichsten Restaurant und auf dem Diguna-Gelände ist an der Grenze zum Nationalpark eine Art Plattform in einen dieser Afrika-Bäume (ich hab kein Plan, wie die Dinger heißen) gebaut, von der aus man in ca. 5 Meter Höhe in den Nationalpark gucken kann. Der absolut schönste Ort, an dem ich in meinem Leben je war. Hab auf dem Ding Stunden verbracht und 1 Giraffe, 3 Büffel, 1 Nashorn und 3 Affen in freier Wildbahn gesehen. Und als ich morgends in unserem Apartment aufgewacht bin, hab ich nichts alsVögel gehört. Der erste Morgen, an dem ich nicht von einem lauten Fernseher, Autolärm oder klingelnden Handys aufgewacht bin. Diese 4 Tage waren echt Erholung pur. Wir wollten dann auch eigentlich bei Diguna nachfragen, ob wir da vielleicht arbeiten könnten, aber da sind ein paar schräge Dinge gelaufen, wir hatten zwei super unangenehme Gespräche und das hat sich jetzt auch erst mal erledigt. Haben aber abgesprochen, dass wir den September noch hier bleiben, weil wir schon das Mietgeld bezahlt haben und am Donnerstag auch ein neuer Voluntär zu RealStars kommt und wir dem den Start etwas vereinfachen wollen, zum Oktober aber definitiv wechseln. Wohin ist noch nicht klar, wir hatten einige Ideen, wovon sich aber fast alles wieder zerschlagen hat. Das einzige, was davon noch als Alternative geblieben ist, ist ein Kinderheim in Tala, das ist ein Dorf etwa 2 Stunden von hier und das werden wir uns am Wochenende angucken. Es gehört einer Freundin von Rose, die uns am Freitag a
bholt und Sonntag wieder zurückbringt, sodass wir uns alles in Ruhe angucken könnten. Ich hoffe soo sehr, dass das was ist. Und falls das nicht klappt und wir bis zum 1. Oktober noch nichts Neues haben, werden wir vom 1.-12. irgendwo Urlaub machen und dann ab dem 12. bei DIGUNA im Gästehaus wohnen und von da aus was Neues suchen, weil das Gelände einfach nur unfassbar schön ist, wir da die Zeit hätten intensiv nach was zu gucken und ich mit der Atmung da auch überhaupt keine Probleme hatte. Also mal schauen, was das jetzt gibt. Ich hab mir meine Zeit hier absolut nicht so vorgestellt, das ist bisher absolut das Gegenteil von dem, was ich mir erhofft und gewünscht hatte, wir hatten aber heute ein sehr gutes Gespräch mit Rose und Sven, den Zuständigen für uns von RealStars und die werden uns helfen was geeignetes zu finden und ich bin ganz froh, dass das schlimmste, was jetzt passieren könnte mehrere Wochen „Urlaub“ bei Diguna ist.

15.9.15 17:49, kommentieren

Boys Meeting

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Freitag, 28.08.2015
War das ein Tag! Sowas
Anstrengendes hab ich selten erlebt. Hatten das Boys Meeting von RealStars und die Kerle hier sind echt schlimm. Also einige sind ja auch wirklich nett, aber soo aufdringlich. Hatten wieder erst über 3 Stunden Vorträge, und in der Mittagspause ging's dann richtig los. Es kamen so viele Jungs an und wollten mit uns Fotos machen und die machen dann teilweise auch nicht einfach ein Foto und dann ist gut, nein, da werden richtige Shootings gemacht. In allen Positionen, mal vor ne'm Baum, dann vor ne'm Auto und dann hat einer auch noch angefangen einen zu betatschen. Ich hab mich nach dem dritten Foto aus dem Staub gemacht, aber Ina kam da kaum noch weg, weil ein Nein lassen die dann auch einfach nicht gelten. Da muss man sich richtig befreien und klipp und klar sagen, dass es jetzt genug Fotos waren und der Typ bitte seine Hände bei sich lassen soll. Der reagierte erst, als man richtig unfreundlich wurde. Und dann wollen die auch direkt die Nummer haben und einen nach Hause bringen und sich am nächsten Tag mit einem verabreden. Also da war bei mir dann echt Schluss, Joseph war wirklich nett, der wollte uns nach Hause bringen, leider ist dann noch der schmierige Grabscher mitgekommen, aber meine Nummer gebe ich denen definitiv nicht. Also ich glaube wirklich ich hab noch nie so aufdringliche Jungs getroffen. Zumindest nicht in Deutschland, hier ist das eh alles ein bisschen anders. Jedenfalls war ich echt fix und fertig, als wir um 6 Zuhause waren..
Aber dann wurd der Tag noch richtig gut! Unter uns wohnt Simone, die deutsch ist und im Juni Jerry geheiratet hat. Jerry ist Kenianer, aber ein wirklich Vernünftiger. Der ist total lieb und nett und verständnisvoll, was mit Sicherheit auch daran liegt, dass er einige Jahre in England gelebt hat. Also ich will hier nicht diskriminierend sein, wirklich nicht, aber fast alles, was ich hier bisher von Männern mitbekommen hab, ist echt alles andere als positiv. Die sind zum größten Teil so penetrant, aufdringlich und respektlos zu Frauen, dass ich wirklich sagen muss, dass ich von den kenianischen Männern nicht viel halte. Obwohl es natürlich auch Ausnahmen gibt und eine von denen ist Jerry. Jedenfalls haben uns Simone und Jerry zum Abendessen eingeladen, es gab Lasagne und Obstsalat mit Naturjoghurt, das absolut beste Essen, was ich hatte, seit wir hier sind! Und wir hatte echt gute Gespräche, die beiden haben uns ein bisschen geholfen, was einige Dinge hier angeht, die für uns was schwierig sind. Danach haben wir noch bis 11 Uhr Uno gespielt, und es war einfach so lustig und ein wirklich schöner Abend. Die beiden meinten wir könnten immer runterkommen, wenn irgendwas ist oder einfach mal nach der Arbeit auf einen Cappuccino vorbeikommen. Ich bin wirklich froh, dass die hier wohnen!


30.8.15 20:10, kommentieren