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Die Ärmsten der Armen großzügiger als die meisten Reichen

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Donnerstag, 27. 08.2015
Wir waren heute mal wieder in Kibera und haben Agnes und Maxmillah, zwei der Mädels mit denen wir Freitag zusammen waren, besucht.
Maxmillah wohnt mit ihrer Mutter und ich glaub 6 Geschwistern in einem winzigen Raum mit 2 Betten. Die Mutter verdient ihr Geld mit dem Brauen und Verkauf von Alkohol, trinkt den jedoch auch selber. Und die Männer kommen dann auch zu ihr in die „Hütte“, um den zu trinken. Sprich Maxmillah und ihre Geschwister sind ständig umringt von betrunkenen Männern und auch die Mutter ist Alkoholikerin. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist sie das einzige Kind, das in die Schule gehen kann, d.h. zumindest ihre Geschwister haben eigentlich nicht die geringste Chance auf ein besseres Leben. Agnes wohnt bei ihrer Tante, weil ihre Eltern tot sind und die Tante hat HIV und muss Gemüse verkaufen um irgendwie an Geld für ihre Tabletten zu kommen, allerdings bleibt dann auch nicht mehr viel Geld für das restliche Leben übrig, sie hat also immer die Wahl zwischen Essen für die Kinder kaufen oder Tabletten, damit sie nicht stirbt. Diese Besuche sind echt frustrierend und deprimierend, weil man überhaupt nicht weiß, wie man helfen kann. Kibera ist soo riesig und es leben dort so viele Menschen und an jeder Haustür erfährt man eine andere traurige Geschichte. Das einzige, was man machen kann, ist dafür zu sorgen, dass diese Kinder in die Schule gehen können. Also falls sich jemand angesprochen fühlt, bei RealStars kostet die Patenschaft für ein Kind 50 Euro im Monat und das ist meist deren einzige Chance auf ein besseres Leben.
Und obwohl die Leute so arm sind, sind sie oft so großzügig. Wir waren noch bei einer anderen Frau, die Chapatis, das sind so Teigfladen, verkauft. Sie war super nett und hat erstmal für jeden von uns einen gebacken und mein Highlight war Christine. Sie ist die Tante von zwei Mädels, die auch von RealStars gespondert werden und sie lebt mit ihren Kindern, Nichten und Neffen und Enkelkindern, insgesamt 15 Leute, in 2 kleinen Räumen. Aber alles ist super ordentlich und gepflegt. Christine verdient ihr Geld mit dem Herstellen von Taschen. Sie macht die aus Perlen und kann jedes Muster machen. Für ein Tasche braucht sie 2 Tage und trotzdem hat sie Ina und mir jeweils eine geschenkt, damit wir immer, wenn wir die Tasche sehen an sie denken und für sie beten. Obwohl sie absolut nichts hat und ihre Kinder nicht mal in die Schule schicken kann, weil das Schulgeld zu teuer ist, schenkt sie uns den Lohn einer halben Woche einfach so. Da war ich hier zum ersten mal wirklich sprachlos!
Ich werde später mal versuchen Bilder reinzustellen, das klappt leider bisher noch nicht, weil mit meinem Handy was nicht stimmt. Aber wenn jemand Interesse an einer Tasche hat, kann er ja mal schreiben. Das ist auf jeden Fall gut investiertes Geld. Ina und ich wollen nämlich einige Taschen bei ihr bestellen und ihr dann noch einen Geschenkekorb machen.

30.8.15 20:08

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